Lesungen

Hans Jürgen Stockerl liest

„Schiller, Tod und Teufel“ und andere Geschichten

Wenn Hans Jürgen Stockerl zu sprechen beginnt, dann befinden wir, die wir ihm lauschen, uns nicht mehr im Hier und Jetzt, sondern dort, wohin die Geschichten führen, die er erzählt.

Und er erzählt sie so, dass all die Schauplätze, die Protagonisten und ihre Lebenswelten Gestalt annehmen, auch wenn sie längst schon Geschichte sind.
Wie der junge Soldat, der seiner Mutter aus dem Kessel von St. Petersburg schreibt.
Hans Jürgen Stockerl lässt ihn für die Dauer einer halbstündigen Radiosendung noch einmal leben.
Oder der junge Franz Schubert, den es in seiner kargen Dachkammer gar bitterlich fröstelt und der trotz klammer Finger nicht anders kann, als zu komponieren. Denn sie sind all überall die Töne, die er flink zu Papier bringen muss, ehe sie verklingen. Und wenn
Hans Jürgen Stockerl das bemerkenswerte Wesen des Musikgenies zum Klingen bringt, meint man, selbst die Eisblumen an den Dachkammerfenstern zu sehen.

Im Verlauf seiner nunmehr zwanzig Jahre zählenden Karriere hat er vielen Menschen seine Stimme geliehen, hat unzählige Dokumentarfilme gesprochen, die nicht zuletzt durch seine Art des Erzählens die Geschichten geworden sind, die sie sind.
Als 'König Claudius' in Shakespeares 'Hamlet' war er unlängst im Münchner Akademie Theater zu sehen.
Der Figur des 'Pastor Parris' aus Arthur Millers 'Hexenjagd' verhalf er zu jenen menschlichen Brüchen, vor denen auch ein Gottesmann nicht gefeit ist.
Und die fellgeschürzte Seite des Bayerischen Finanzministers Kurt Faltlhauser, den er beim 'Politiker-Derblecken' auf dem Münchner Nockherberg mimte, wird nicht nur den Schatzmeister amüsiert haben.

Anlässlich des Schillerjahres ist er deutschlandweit mit einem spannenden Theatermonolog von Peter Braun zu hören:
„Schiller, Tod und Teufel“
Hörprobe

Ein Mann in einer Zelle, Schillers Schädel auf den Knien, diktiert einem unsichtbaren Schreiber seine Erinnerungen an Friedrich von Schiller. Freundschaft und Feindschaft dringen herauf und liefern den Stoff für ein persönliches Drama durch alle Höhen und Tiefen menschlicher Empfindungen: Nähe und Hochachtung, Neid und Verschmähung, Liebe und Hass. Doch wer ist er? Ein Irrer, ein Mörder – oder Goethe? Die grünen arsenhaltigen Tapeten in Schillers Arbeitszimmer, die Goethe bezahlt hat, waren sie Grund für Schillers qualvolles Ende? Musste der andere sterben, weil er erfolgreicher war? Ist Goethe schuld an Schillers Tod?

Hören Sie zu und finden Sie es heraus.
Vielleicht kommen sie ja einem historischen Verbrechen auf die Spur.
In jedem Fall werden Sie Zeuge eines besonderen Hörvergnügens.

„Märchenschauer“
Hörprobe

Eine Reise zu den Dünen Arabiens, die im Licht der untergehenden Sonne wie magisch changieren, bis sie dem Dunkel der Nacht weichen, die einzig durch die Funken sprühende Glut einer Feuerstelle erhellt wird.
Um das Feuer haben sich arabische Kaufleute versammelt. Sie erzählen einander Geschichten, um sich die Zeit bis zur Nachtruhe zu vertreiben. Da beginnt ein fremder Kaufmann, der sich den anderen nicht zu erkennen gibt, eine Geschichte zu erzählen, die die Zuhörer erschaudern lässt. Es ist 'Die Geschichte von der abgehauenen Hand', die ins Florenz des 18. Jahrhunderts führt und die die Kaufleute in dieser Nacht nicht schlafen lässt.
Anderntags zieht die Karawane weiter durch das endlose Gelb der Wanderdünen.
Doch wir folgen Hans Jürgen Stockerl, der uns in eine weitere Märchenwelt von
Wilhelm Hauff entführt:

„Der Scheik von Alessandria und seine Sklaven“

Einmal im Jahr, es ist der Tag, an dem der Scheik von Alessandria seinen über alles geliebten Sohn verloren hat, lässt er einen Wettstreit zwischen seinen Sklaven austragen. Als Preis lobt er die Freiheit aus, die er demjenigen schenken wird, der die beste Geschichte zu erzählen weiß. So kommt dem Scheik auch das Märchen von Zwerg Nase zu Ohren, das noch jeden Zuhörer in die Tage der Kindheit zurück versetzt hat. Und schließlich geleitet uns Hans Jürgen Stockerl in die Kindertage berühmter Autoren.

„Kindheiten“

heißt das Programm mit Geschichten u.a. von Charlie Chaplin, der seinen ersten Auftritt zum Besten gibt und das Publikum zu Lachtiraden verführt oder Peter Bichsels Geschichte von 'Onkel Jodok', dem Hans Jürgen Stockerl eine joooodoksche Identität verleiht, auch wenn es nie einen Onkel Jodok gab.

„Das Haus zur letzten Latern“
Hörprobe

Hans Jürgen Stockerl erzählt phantastisch schaurige Geschichten von Gustav Meyrink. Sein Roman ‚Der Golem’ hat ihm einen festen Platz in der Literaturgeschichte gesichert. Der Rest des vielfältigen Schaffens von Gustav Meyrink wird seit fast einem Jahrhundert immer wieder vergessen und neu entdeckt, bei wachsendem Interesse an Horror, Satire oder esoterischer Lehre. Brillante Geschichten mit einem im deutschsprachigen Raum seltenen schwarzen Humor.

„So zärtlich Herz an Herz“
Hörprobe
Hörprobe

Hörprobe
Hörprobe

Lassen Sie sich von Heinrich Heines schönsten Liebesgedichten bezaubern.

Und wie klingt Ihre Lieblingsgeschichte?
Wenn Sie sich die Lust auf Geschichten und Märchen bewahrt oder sie jetzt wieder gefunden haben, dann fragen Sie doch einfach Hans Jürgen Stockerl, ob er nicht Ihnen und Ihren Gästen Geschichten vorliest. Zum Beispiel im Kaminzimmer Ihres Hotels, im Rosengarten oder an anderen Plätzen, die zum Zuhören einladen.
Vielleicht haben Sie ja eine Lieblingsgeschichte oder ein besonderes Faible für Fabeln und Sagen, Schwarzwaldmärchen oder Geschichten von der Bernsteinküste?
Nun, Geschichten gibt es, seit die Menschen sie erzählen.
Und wenn Ihnen keine der bekannten Weisen gefällt, nun, dann bekommen Sie halt Ihre eigene Geschichte. Ganz wie es Ihnen beliebt.

Setzen Sie sich einfach mit Hans Jürgen Stockerl in Verbindung. Alles Weitere wird er Ihnen erzählen.

 
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